KV-Versammlung Februar 13


Pressemitteilung Nr. 3/2013

Solidarisch mit Streik im öffentlichen Dienst Auf dem Mitgliedertreffen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Kreisverband Rosenheim, berichtete Michael Mende über die Streikaktivitäten von Ver.di. Auch wenn die GEW in Bayern noch nicht streikt, war allen Anwesenden bewusst, dass die streikenden Ver.di-Mitglieder auch für die Lehrer den Kopf hinhalten. Aktuell geht es um eine Lohnforderung von 6,5 % und um die Abwehr der Urlaubskürzung von vier Tagen bei neu eingestellten Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes. Für die Lehrergewerkschaft kommt noch als wichtiges Problem hinzu, die Eingruppierung der Lehrkräfte durch Tarifvertrag zu regeln und nicht wie bisher durch einseitige Festlegung des Dienstherrn. In diesem Zusammenhang berichtete Kreisvorsitzender Andreas Salomon von Fällen von Lohndumping im Privatschulbereich.

Ein weiterer Diskussionsschwerpunkt drehte sich um die aktuellste schulpolitische Forderung: Inklusion. Damit ist die gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung gemeint, wobei -im Unterschied zur "bloßen" Integration - nicht die Behinderten sich den Gegebenheiten anzupassen hätten, sondern sich die Schule auf die besonderen Bedürfnisse von behinderten Menschen einzustellen habe, wobei neben körperlicher Behinderung auch lernschwache, erzie hungsschwierige oder verhaltensauffällige Schüler zu verstehen sind. Mit einem gewissen Sarkas mus sahen mehrere Mitglieder Inklusion in mancher Privatschule, Mittelschule oder manchen Berufs schulklassen bereits als realisiert an. Tenor der intensiven Diskussion war, dass die Idee gut und zu begrüßen sei, aber eine große Skepsis herrschte hinsichtlich ihrer bildungspolitischen Umsetzung. Ohne ausreichende materielle und personelle Ressourcen würde die flächendeckende Einführung der Inklusion nur auf dem Rücken der Lehrer geschehen.