Jahreshauptversammlung 09


Pressemitteilung
vom 02.02.2009
von Lothar Walter


Rückblick auf erfolgreiches Jahr

Jahreshauptversammlung der GEW Rosenheim

Auf ein erfolgreiches Jahr nach der Umstrukturierung im Vorstand konnte der Kreisvorsitzende der Gewerk schaft Erziehung und Wissenschaft, Andreas Salomon, zurückblicken. Das hohe Niveau der Aktivitäten, wie z. B. regelmäßige Information der Mitglieder und etliche Veranstaltungen politischer und geselliger Art, eine stabile Kassenlage sowie ein leichter Mitgliederzuwachs ließen viel Freude aufkommen.

In seinem Rechenschaftsbericht sah Salomon den Rosenheimer GEW-Kreis an der Spitze der ländlichen Kreisverbände in Oberbayern. Erfolgsfaktoren seien eine weitgehende Harmonie im Verband und eine emotionale Bindungskraft, die einen aktiven Kern von GEWlern entstehen ließen. Salomon dankte für stabile und verläßliche Arbeitsstrukturen im Vorstand, namentlich seinen Stellvertretern Reiner Schober und Wolfgang Orlowski, dem Kassier Toni Reil, dem Homepage-Master Helmut Pritschet und dem Pressewart Lothar Walter. Einen eigenen Rechenschaftsbericht brachte Michael Mende für die Junge GEW ein.

In der anschließenden Dikussion nahmen die aktuellen tarif- und beamtenpolitischen Probleme einen breiten Raum ein. Im Nachfolgetarifvertrag für den früheren BAT, dem Tarifvertrag für die Landesangestellten TV-L seien von der Gewerkschaft Fehler gemacht worden. Bei einem Arbeitsplatzwechsel nach vielen Berufsjahren werde der Besitzstand nicht gewahrt, es sei nicht zwingend die Anrechnung der Berufserfahrung vorgeschrieben, was sich vor allem private Arbeitgeber zu Nutze machten. Das könne bis zu 1 000 Euro Einkommensverlust pro Monat führen. Als einen Fortschritt mit Nebenwirkungen bezeichnete Reiner Schober die für September 2009 vorgesehenen ersten funktionsunabhängigen Beförderungen für Grund- und Hauptschullehrer nach A 12 plus Zulage. Dies ergebe nun einen Beurteilungsmarathon, dem fast alle Lehrkräfte, auch jenseits der bisherigen Altersgrenze, unterworfen seien, was zu verständlicher Unruhe in den Kollegien führe. Ein Riesenproblem für die Kollegialität sah Schober in der Zukunft, da natürlich nur Wenige auch befördert werden. Er warnte vor Miss gunst und Demotivation. Die GEW Rosenheim sieht die unterschiedliche Eingruppierung und Laufbahnchance als nicht gerechtfertigt an und fordert für alle Lehrer eine gleiche Eingangsbesoldung nach A 13 und eine funk tionsunabhängige Beförderungsmöglichkeit.