Jahreshauptversammlung 2012


Jahreshauptversammlung der GEW Rosenheim

Relative Erfolge bei dünner Personaldecke

Die erste Mitgliedersammlung im noch neuen Jahr ist traditionell die Jahreshauptversamm-lung. Hier wird im Kreisverband Rosenheim der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Rückschau auf das abgelaufene Jahr gehalten und die Planung für das laufende aufgestellt. Die Chance für Weichenstellungen nutzten aber kaum mehr Mitglieder als die sonst Aktiven. Und bei den Anwesenden offenbare sich auch das Dilemma, wie Kreisvorsitzender Andreas Salomon zur Eröffnung feststellte: zu alt und männlich.

Die Jahreshauptversammlung war durch die Versendung des Rechenschaftsberichts gut vorbereitet, so dass sich Salomon auf einige Höhepunkte und mündliche Ergänzungen zum Rechenschaftsbericht beschränkte, so dass wiederum mehr Zeit für die kritische Aussprache übrig blieb.

Der Kreisverband verzeichne zwar einen langsamen, aber stetigen Mitgliederzuwachs, vornehmlich durch Eintritte, aber es gelinge nicht, mehr Aktive zu motivieren. Frauen und Kindergartenpersonal zählen nicht zu den Aktiven und so, bedauerte Salomon, seien sie auch nicht im Kreisvorstand vertreten. Sorgen bereiteten auch die sich abzeichnende Überalte- rung. Es sei bisher nicht gelungen, jüngere Mitglieder in die Vorstandsarbeit einzubinden.

Glanzpunkte waren die Kabarettveranstaltung der PISAker mit 150 Zuschauern und die zwei Ausflüge, im Sommer nach Bergen in das Industriemuseum Maxhütte und im Herbst die zwei tägige Exkursion nach Nürnberg in die Stadt der NS-Reichsparteitage und der Nürnberger Prozesse. Salomon hob besonders die gute Vorbereitung durch seinen Stellvertreter Reiner Schober hervor, wie er sich auch bei Webmaster Helmut Pritschet für die Betreuung der GEW-Homepage und bei Kassier Toni Reil für die Kassenführung bedankte.

Damit war das Stichwort für den Kassenbericht gefallen. Die Kassenlage sei prekär, aber nicht dramatisch, so Reil. Er verwies auf die strukturelle Unterfinanzierung der Kreis-GEW: Schon seit Jahren sind die Ausgaben höher als die Einnahmen. Allein die jährlich zehn Rundschreiben an die Mitglieder verschlängen den Beitragsanteil des Kreisverbands. Sparen bedeute aber weniger Aktivitäten, was in der Diskussion abgelehnt wurde. "Politische Maßnahmen des Kreisverbandes sind bisher noch nie am Geld gescheitert", so Vorsitzender Salomon. Also vertrauten die versammelten Mitglieder wie bisher auf die Fähigkeit des Vorsitzenden, Zuschüsse von der Bezirks- und Landes-GEW "loszueisen" und für einen ausgeglichenen Haushalt zu sorgen.

In seinem Resümee hob Kreisvorsitzender Salomon den starken Zusammenhalt und die guten persönlichen Beziehungen im Vorstand und unter den Aktiven hervor, was ein nicht zu unterschätzender Motivationsfaktor für die Arbeit, Mühe und den Zeitaufwand sei. Auch als Dank verstanden, verteilte er am Schluss an die Anwesenden das mittlerweile fünfte Jahrbuch der GEW Rosenheim.